MIDI & Songwriting

MIDI bearbeiten am Mac: Piano-Roll und Patterns

MIDI speichert Spielinformationen wie Tonhöhe, Länge und Anschlag. Den hörbaren Klang erzeugt das gewählte Instrument. In WaveDesk kannst du einen Part aufnehmen, eine MIDI-Datei importieren oder Noten im Editor gestalten. Hier entwickelst du aus einem kurzen Motiv einen kontrollierbaren Instrumentenpart.

WaveDesk-Anleitung · Aktualisiert am 2. November 2026

WaveDesk Arrangement mit Instrumenten- und Audiospuren
WaveDesk Arrangement mit Instrumenten- und Audiospuren. Produktansicht zur Orientierung.

Ein Instrument und einen Ausgangspunkt wählen

Lege eine Instrumentenspur an und wähle ein passendes VST3-Instrument. Der Instrumentplatz ist vom Effekt-Inserts-Bereich getrennt: Das Instrument erzeugt den Ton, nachfolgende Effekte bearbeiten ihn. Teste zunächst eine einzelne Note, damit du MIDI-Eingang und Klangerzeugung getrennt von der Bearbeitung prüfen kannst.

Als Ausgangspunkt kannst du die WaveDesk-MIDI-Übung verwenden. Sie ist für 120 BPM angelegt. Importiere sie in dein Projekt und ordne sie einer Instrumentenspur zu. Die Datei liefert Noteninformationen; die Klangfarbe bestimmst du selbst durch Instrument und Preset.

Tonhöhen und Notenlängen bearbeiten

Öffne den MIDI-Part in der Piano-Roll. Verschiebe zunächst nur einzelne Tonhöhen, anstatt das ganze Motiv gleichzeitig zu verändern. Die vertikale Position bestimmt den Ton, die horizontale Position den musikalischen Zeitpunkt. Prüfe jede Änderung im Zusammenhang mit dem restlichen Motiv.

Passe anschließend die Notenlängen an. Kurze Noten können eine Phrase deutlicher trennen, längere Noten verbinden sie. Wie lange ein Klang tatsächlich nachschwingt, hängt zusätzlich von Hüllkurve, Ausklang und gegebenenfalls Pedalbefehlen des Instruments ab.

Den Anschlag mit Velocity formen

Velocity beschreibt die Anschlagstärke. Je nach Instrument verändert sie die Lautstärke, die Klangfarbe oder beides. Setze Akzente auf die musikalisch wichtigen Noten und nimm Begleitnoten etwas zurück, anstatt allen Noten denselben Wert zu geben.

Verändere zuerst eine kleine Gruppe von Noten. Zu große Unterschiede können eine eigentlich ruhige Phrase ungleichmäßig wirken lassen. Bei sehr kurzen Noten kann ein weicher Instrumentenanschlag dazu führen, dass der Klang kaum hörbar wird; prüfe deshalb auch das Preset.

Raster, Skala und Pattern bewusst nutzen

Im Pattern-Sequencer kannst du Noten in der Step-Ansicht setzen und in der Piano-Bearbeitung verfeinern. Wähle Grundton, Raster und Länge passend zum Motiv. Skalen und Akkordwerkzeuge geben Orientierung, ersetzen aber nicht die Entscheidung, welche Noten zu deinem Song passen.

Swing verändert die rhythmische Gewichtung. Teste kleine Änderungen und behalte Pausen bei. Mit Schutzmarkierungen kannst du geeignete Notenparameter vor Randomizer-Änderungen bewahren. Speichere brauchbare Varianten in Pattern-Bänken, bevor du weiter experimentierst.

Aus dem Motiv ein Arrangement entwickeln

Über „Ins Projekt“ übernimmst du ein Pattern als Instrumentenspur. Im Arrangement gilt das Projekttempo. Vergleiche die Phrase dort mit Bass, Akkorden und Rhythmus, statt ausschließlich im Einzelspur-Modus zu arbeiten.

Entwickle eine zweite Variante durch wenige gezielte Änderungen: eine andere Schlussnote, eine Pause oder eine veränderte Anschlagkurve. MIDI-CC-Kurven können geeignete Instrumentparameter bewegen. Ob ein bestimmter Controller den gewünschten Klang beeinflusst, hängt vom Instrument und dessen Zuordnung ab.

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